Dr. rer. nat. Ellen Kristina Brölz

Über mich

Ich bin approbierte psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) mit Promotion in Neuro- und Verhaltenswissenschaften. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit den psychologischen und neurobiologischen Prozessen, die unser Erleben und Verhalten prägen – und damit, wie Veränderung unter realen Bedingungen möglich werden kann.

Mein Hintergrund

Ich habe Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen begleitet – oft in Phasen von Überforderung, innerem Druck oder der Erfahrung, immer wieder ähnlich zu reagieren, obwohl sie es eigentlich anders möchten.

Diese Erfahrungen prägen meine Haltung zur Veränderung: Sie entsteht nicht durch Wissen allein, sondern durch eine klare Ausrichtung an den eigenen Werten, den Mut, Gefühle auszuhalten, Gedanken in Frage zu stellen und bewusst zu handeln.

Gerade im Alltag zeigt sich, wie herausfordernd das ist – und wie groß die Lücke sein kann zwischen dem, was wir uns vornehmen, und dem, was in belastenden Momenten tatsächlich passiert.

Meine Arbeitsweise

Mein Fokus liegt darauf, Veränderung früh anzusetzen – nicht erst dann, wenn aus Kindern Erwachsene mit Belastungen geworden sind, sondern bereits in der Elternschaft.

Mich interessiert nicht, wie Eltern besser „funktionieren“, sondern wie sie einen Umgang mit sich selbst und ihren Kindern entwickeln können, der sie trägt und sich an dem orientiert, was ihnen wichtig ist.

Das bedeutet konkret: Weg von automatischen Reaktionen und Selbstvorwürfen. Hin zu mehr Klarheit darüber, was innerlich abläuft – und zu der Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten anders zu reagieren, als es gewohnte Muster nahelegen.

In meine Arbeit fließen Ansätze der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ein – mit dem Fokus auf eine wissenschaftlich fundierte und alltagstaugliche Umsetzung. Es geht nicht darum, innere Reaktionen zu kontrollieren, sondern auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn Gedanken und Gefühle in eine andere Richtung ziehen.

Persönlich

Auch aus eigener Erfahrung als Mutter weiß ich, wie schnell man unter Druck gerät und anders reagiert, als man es eigentlich möchte. Zwischen Anforderungen, Müdigkeit und den vielen kleinen Situationen bleibt oft wenig Raum, bewusst zu handeln.

Viele Eltern kennen diesen Moment: Man reagiert anders, als man es sich vorgenommen hat.

Gerade deshalb ist mir wichtig, den Anspruch an sich selbst zu relativieren. Es geht nicht darum, immer ruhig, geduldig oder „richtig“ zu reagieren. Vielmehr geht es darum, immer wieder kleine Momente zu finden, in denen man kurz innehält – und sich daran orientiert, wie man im Umgang mit sich selbst und den eigenen Kindern sein möchte.

Diese kleinen Momente wirken oft unscheinbar, machen aber langfristig einen entscheidenden Unterschied.